17. + 18. Juni 2017

Unser Anliegen

Die Kämpfe um städtische Räume gewinnt oft das Geld. Die Stadtbewohner*innen sind zunehmend gezwungen, Kompromisse im Bezug auf herabgesetzte Wohn- und Lebensqualität zu akzeptieren.

Der Bedarf an Kultur- und Freiräumen, an bezahlbarem Wohnraum mit Zentralität ist damit nicht vereinbar, das Bedürfnis danach aber bleibt bestehen. Unter welchen gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen können bezahlbarer Wohnraum, sowie Kultur- und Freiräume geschaffen und geschützt werden? Was bedeutet das Recht auf Stadt in der Praxis?

Was wir wollen

Wir wollen mit dem Stadt/Raum/Schiff eine Plattform gestalten, auf der gemeinsam nach Antworten gesucht wird. Dafür bietet die MS Stubnitz als altbewährtes und beliebtes Kulturschiff mit dem umliegenden Hafengelände in der Mitte der Hamburger Hafencity den perfekten Veranstaltungsort. Ziel des Wochenendes ist es, einen temporären Entfaltungsraumes für Empowerment, Verständnis der eigenen Lebensituation, Sensibilisierung, Ideenentwicklung und Aktionismus zu schaffen. Die Teilnehmenden können sich stadtpolitischen Themen von verschiedenen Perspektiven aus nähern, einander kennenlernen und Erfahrungen austauschen.

Das Stadt/Raum/Schiff ist ein Raum für Interessierte und Betroffene. Alle sind eingeladen, die Lust haben, gemeinsam mit anderen an einem inspirierenden Ort nachzudenken, zu tanzen, zu träumen, zu lachen, auszuprobieren, zu reden, zu staunen und zu leben. Vorwissen spielt dabei keine große Rolle. Wichtig ist der gemeinsame Prozess, aus dem auch nach dem Festival noch geschöpft werden kann.

Damit der Raum von Akzeptanz, gegenseitiger Achtsamkeit und Wohlgefühl geprägt sein kann, werden wir keine Formen der Diskriminierung und Marginalisierung dulden. Wichtig ist uns die Akzeptanz aller Lebenswirklichkeiten und Identitäten, vor allem dann, wenn diese mit den gesellschaftlich konstruierten  Normen brechen. Der Versuch einer Inklusion aller Menschen ist eine wichtige Leitlinie unserer Arbeit. Falls ihr gerne teilnehmen wollt, euch das Ticket aber nicht leisten könnt, meldet euch bitte bei uns via Mail (orga@stadtraumschiff.de).

Leider ist es uns nicht möglich, das Festival vollständig barrierefrei zu gestalten, da das Schiff selbst noch nicht barrierefrei ist. Wir werden unser Bestes geben, so viele Orte auf dem Stadt/Raum/Schiff zu schaffen, die für alle erreichbar sind. Meldet euch bei uns, falls ihr betroffen seid und wir versuchen, gemeinsam Lösungen zu finden.

Wer wir sind

Unsere Orga-Gruppe aus Freund*innen und Bekannten kam das erste Mal im Winter 2016 auf der MS Stubnitz zusammen. Aus Diskussionen über Wohnraumpolitik in Hamburg am Beispiel der Hafencity erwuchs die Motivation, die momentan noch brachliegende Fläche vor dem Schiff als eine Plattform zu nutzen, um sich mit Themen der Stadtpolitk auseinanderzusetzen.
Wir sind zwischen 20 und 35 Jahren alt und studieren so was wie Sozialwissenschaften, Kunst, Stadtplanung und Architektur. Uns verbindet wie so viele der Wunsch nach Veränderung. Wir arbeiten ehrenamtlich, wir feiern gerne, sind manchmal zu ernst und manchmal nicht ernst genug.  Hauptsächlich kommen wir aus Berlin. Im Moment bauen wir Netzwerke zu Akteur*innen in Hamburg auf. Wir freuen uns, wenn unsere Gruppe wächst und noch mehr Menschen, die ihren Lebensmittelpunkt in Hamburg haben, mitgestalten wollen.

Uns ist bewusst, dass wir stark von unseren Perspektiven geprägt sind. Bei Organisation und Umsetzung des Stadt/Raum/Schiff bemühen wir uns um Reflexion unserer Hintergründe und Inklusivität. Weist uns gerne auf Aspekte hin, bei denen dies aus eurer Sicht nicht gelingt.

Die Orga-Arbeit bei uns ist prozesshaft gestaltet, wir haben versucht aus der Zeitnot eine Tugend zu machen. Wir sind trotz genauer Vorstellungen über unsere Ziele flexibel und offen für neue Ideen und Anregungen. Wenn ihr Kritikpunkte, Fragen oder Anmerkungen habt oder euch einbringen wollt, meldet euch sehr gerne bei uns! Wir freuen uns über eure Ideen (orga@stadtraumschiff.de).